Ein fetter Fernseher, ein neues Auto, ein toller Urlaub. Schon steckst du bis zum Hals in Schulden. Die fünf größten Schuldenfallen – und wie du ihnen entkommst.

Seien wir ehrlich: Unsere moderne Welt verführt zum Konsum ohnegleichen. Zumal du heute vieles nicht direkt zahlen brauchst. Du kannst finanzieren, mit der Zahlung pausieren oder deinen Dispo nutzen. Doch irgendwann arbeitest du nur noch für deine Schulden. Tappe also besser nicht in die Falle. Kommt dann noch was unverhofftes auf dich zu, geht es richtig rund. Wie du die fünf größten Schuldenfallen vermeidest…

#1 Dispokredit: Die schlimmste der Schuldenfallen

Ja, der Dispo ist eine wunderbare Sache. So bist und bleibst du flüssig. Egal, ob Geld auf dem Girokonto ist oder nicht: Die Bank zahlt die Rechnung trotzdem. Und ja, es durchaus okay, mal in die roten Zahlen zu kommen. Irgendwas ist kaputtgegangen und du musstest es reparieren oder neu kaufen. Oder du hast deinen Job verloren. Passiert alles.

Dennoch: Ein Dauerzustand sollte der Dispo nicht sein. Ganz im Gegenteil. Denn der Dispokredit ist der teuerste Kredit überhaupt. Vor allem, seit die EZB die Zinswende eingeläutet hat. Zehn Prozent Dispozins sind 2023 keine Seltenheit mehr. Selbst manche Direktbank liegt mittlerweile über der 10er-Marke. Bist du dauerhaft im Dispo, ist eine Umschuldung daher besser. Ein Minikredit kommt dir deutlich günstiger und dein Konto schreibt wieder schwarze Zahlen.

#2 Ratenkredit nur wenn nötig

Apropos Ratenkredit Vergleich: Nimm einen solchen nur auf, wenn es unbedingt nötig ist. Brauchst du wirklich eine neue Couch? Muss der Urlaub unbedingt in Übersee sein? Und wenn du auf Pump kaufst: Überlege dir gut, wie viel Kredit du dir leisten kannst. Was bitte bringt der tolle Urlaub, wenn du den Rest das Jahres dafür buckeln musst, um den Kredit abzustottern? Richtig: nichts.

#3 Autokredit: Barzahlung ist besser

Die nächste der fünf Schuldenfallen ist der Autokredit Vergleich. Endlich hast du das Geld für das neue Auto zusammen. Dennoch überlegst du, das tolle Angebot des Händlers anzunehmen? Vergiss es! So verlockend die Finanzierung des Händlers klingt: Bei einem Autokredit zahlst du immer drauf. Zum einen, weil die Kosten – Stichwort Zinsen – höhen sind. Zum zweiten, weil der Wertverlust bei Autos immens ist.

#4 Zahle (nicht) nach 30 Tagen

Ein Trick der jüngeren Vergangenheit: Kaufe heute und zahle in 30 Tagen. Was sich gut anhört, ist nur gut für den Händler. Paypal, Klarna und Co. nutzen die Methode jedenfalls gern. Um dich zu locken. Du jedoch verlierst ganz schnell den Überblick. Du kaufst und kaufst und kaufst. Und dann musst du Rechnungen begleichen, die vier Wochen zurückliegen. Eine schöne Überraschung schaut anders aus? Stimmt.

#5 Schuldenfallen: 0-Prozent-Finanzierung

Die fünfte und damit letzte der fünf größten Schuldenfallen ist die 0-Prozent-Finanzierung. Auch diese ist nichts anderes als ein Kredit. Samt einem Kreditgeber (Bank) dahinter. Zugegeben zahlst du für diesen Kredit keine Zinsen, weil eben null Prozent. Doch dafür schrauben die Händler bei einem solchen Angebot den Preis vorher hoch. Du zahlst also mehr als normal. Zumal auf den Preis oft noch Zusatzkosten wie eine Kontoführungsgebühr oder eine Restschuldversicherung kommen. Die natürlich hübsch versteckt sind.

Raus aus den Schuldenfallen mit Hilfe

Sechs Millionen (!) Deutsche gelten übrigens als überschuldet. In der Mehrheit Männer. Gehörst du dazu und kannst Miete, Raten und Rechnungen kaum (oder gar nicht) begleichen, schluck’ deinen Stolz runter. Hol’ dir professionelle Hilfe. Eine Schuldnerberatung geht mit dir alles durch und steht dir mit Rat und Tat zur Seite. Verbraucherzentralen, Schuldnerverbände und Gemeinden bieten eine solche Beratung – weil staatlich gefördert – sogar kostenlos an.

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