Wie zu jedem Ende eines Jahres steht Weihnachten vor der Tür. Zeit also, Lichterketten und Co. anzubringen. Doch was kostet die Weihnachtsbeleuchtung überhaupt?

Ja, aktuell wird es wieder früh dunkel. Was aber sein Gutes hat. Denn so kommen die vielen Weihnachtssterne, Schwibbögen und Lichterketten erst so recht zur Geltung. Zugegeben: manche Zeitgenossen übertreiben. Zumal Strom mittlerweile alles andere als billig ist. Apropos Kosten: Was kostet die Weihnachtsbeleuchtung eigentlich? Und wo bzw. wie kannst du sparen?

Weihnachten treibt Stromzähler an

Fakt ist: Um die Weihnachtszeit ist so mancher Stromzähler regelrecht am rotieren. Denn die viele Weihnachtsbeleuchtung braucht vor allem eins: Strom. Logo.

Konkrete Zahlen nennt zum Beispiel stromauskunft.de. Demnach verbrauchten die Lichterorgien deutscher Privathaushalte zum Advent 2021 über 620 Millionen (!) kWh. Also so viel wie eine Stadt mit 200.000 Haushalten in einem Jahr. Das ließen sich die Verbraucher – trotz sparsamer LEDs – fast 200 Millionen Euro kosten.

Die Deutsche Umwelthilfe forderte daher in der 2022er Energiekrise, auf das „Beleuchtungsspektakel“ zu verzichten. Zu Recht, denn Gründe gab (und gibt) es genug. Klimakrise, Energiekrise, Ukrainekrieg. Sowie die zeitweise regelrecht explodierenden Energiekosten. Wobei die DUH vor allem die Städte zum Sparen aufrief. Davon ab sollten diese die Weihnachtsbeleuchtung nicht komplett aufgeben. Sondern nur (deutlich) reduzieren.

Viele Städte reagierten. Münster und Bamberg installierten weniger Lichter. Augsburg und andere Städte ließen die Beleuchtung für Kirchen aus. Schloss Neuschwanstein seine nächtliche Beleuchtung. Und und und. Mittlerweile ist die Sorge vor einem möglichen Blackout allerdings wieder gesunken.

Was kostet die Weihnachtsbeleuchtung?

Bleibt die Frage, was Schwibbogen und Co. dem Einzelnen kosten? Das rechnete ebenfalls 2021 der BUND vor. Laut diesem kostet eine Lichterkette mit alten Glühlämpchen bei 12 Stunden Betrieb sechs Euro. Eine vergleichbare Lichterkette mit modernen LEDs dagegen nur einen (!) Euro.

Keine Überraschung. Denn der Verbraucherzentrale zufolge verbrauchen LED-Lichterketten und LED-Schläuche im Vergleich zu Glüh- und Halogenlampen nur rund ein Zehntel des Stroms. Davon ab halten LEDs an die 100 Mal länger. Dem Öko-Institut zufolge ziehen LED-Lichterketten wiederum gut 80 Prozent weniger Strom als alte Lichterketten. Das merken Verbraucher natürlich in der Geldbörse. So kostet eine LED-Lichterkette mit 50 Lichtlein und 6 Watt Leistung nur 0,70 bis 1,20 Euro. Ausgegangen von 300 Stunden Betrieb und somit 1,8 kWh Verbrauch.

Wegen dem schwankenden Strompreis sind die exakten Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung natürlich nicht 100-prozentig zu nennen. Zumal es obendrein auf die Betriebsdauer ankommt.

Lichterkette & Co: So sparst du Energie

Beim Neukauf solltest du übrigens auf ein paar Eckdaten achten. Wähle auf jeden Fall LEDs. Diese gelten derzeit als die sparsamste Variante überhaupt. Achte zudem auf das Energielabel. Dieses reicht von A bis G, wobei A für den geringsten Verbrauch steht. Auch die Leistung der Beleuchtung (in Watt) ist interessant. Die Faustregel ist simpel: Je weniger Watt, desto geringer die Stromkosten.

utopia.de nennt ein paar weitere clevere Tricks, mit denen du bei der Weihnachtsbeleuchtung Strom und somit Geld sparst.

  1. Weniger
    …ist manchmal halt doch besser. Weniger Beleuchtung, weniger Kosten. Logo, oder?
  2. Kürzer
    Davon ab muss die Weihnachtsbeleuchtung nicht zig Stunden oder am Tag brennen. Schalte sie spätestens aus, wenn du ins Bett gehst. So sparst du Strom und schonst außerdem nachtaktive Tiere.
  3. Zeitschaltung
    Smart sind Lichter mit Zeitschaltung, die sich nach einiger Zeit von selbst ausknipsen. Oder eine Zeitschaltuhr zwischen Beleuchtung und Steckdose.
  4. Stecker
    Apropos Stecker: Zieh’ diesen komplett raus. Denn manche Beleuchtung zieht auch im Standby Strom.
  5. Batterie
    Stecker sind übrigens besser als Batterien. Letztere heißen vor allem Müll und sind deutlich teurer als der Strom aus der Steckdose.
  6. Bling-bling
    Verzichte auf Bling-bling und Farbwechsel. Solche Lichter brauchen mehr Energie, sind also teurer.
  7. Farben
    Reine Farben (rot, grün, blau) brauchen zudem weniger „Saft“ als weiße LEDs.
  8. Intensität
    Zuletzt reduziere die Lichtintensität. Weniger Helligkeit gleich weniger Verbrauch.

Was ist eigentlich mit echten Kerzen?

Du hast im Keller noch eine alte Lichterkette gefunden, weißt aber nicht, ob diese auf LED setzt? Dann mach’ den Test. Schalte die Kette für zehn Minuten ein. Sind die Lämpchen heiß, sind es mit Sicherheit keine LEDs.

Eine Alternative zu Elektro wären übrigens echte Kerzen. Allerdings sind diese nicht die beste Idee. Vor allem ohne Aufsicht. Das hat schon so manchen Weihnachtsbaum – und damit Wohnung oder Haus – abgefackelt. Kurzum: Echte Kerzen sind als Beleuchtung zwar hübsch, aber nicht ungefährlich. Zumal du bei echten Kerzen regelmäßig lüften musst. Ansonsten besteht eine weitere Gefahr: CO2.

Davon ab verbraucht die Herstellung echter Kerzen (viel) Energie und Rohstoffe. Wenn es unbedingt echte Kerzen sein müssen, dann bitte Bio. Also aus Soja- oder Bienenwachs. Keine aus Paraffin oder Stearin. Das erste ist ein Nebenprodukt der Erdölindustrie, das zweite meist aus Palmöl.

Frohe Weihnachten wünscht McDeal24.DE!

Quelle: stromauskunft.de, duh.de, utopia.de

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